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In den Baltischen Studien, Pommersche Jahrbücher für Landesgeschichte, die von der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst herausgegeben werden und die zugleich das Mitteilungsorgan der AG sind, werden ausführliche Berichte zur Arbeit der AG vorgelegt. Da im Bericht für die Landessynode nur eine Kurzfassung geboten werden kann, sei auf diese ausführlicheren Berichte verwiesen. Hier können nur Beispiele genannt werden.
Die AG war im Berichtszeitraum wieder an mehreren Tagungen beteiligt. Genannt sei die Gemeinsame Veranstaltung der Lehrstühle für Pommersche Geschichte (Prof. Dr. Buchholz) und für Nordische Geschichte (Prof. Dr. Olesen) in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Tübingen (Prof. Dr. Schindling) und in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft für pommersche Kirchengeschichte (KR i.R. Dr. Buske). Es handelte sich um ein Kolloquium zum Thema Estland, Livland und Kurland im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung. Territorien und Konfession 1500-1721 vom 19. bis 21. Mai 2004. Die AG war mit einem Vortrag beteiligt sowie für die mit dem Kolloqium verbundene Exkursion verantwortlich. Verwiesen sei ferner auf die Doberaner Klostertage am 13. September 2003, dem Vorabend des Tages des offenen Denkmals. Der dort seitens der AG gehaltenene Vortrag zum Thema Feldklosteranlagen in Vorpommern. Schicksale und Chancen. liegt inzwischen gedruckt vor. Als Mitglied des Arbeitskreises Deutsche Landeskirchengeschichte nahm die AG an der turnusmäßigen Sitzung am 2. Juli 2004 in Neuendettelsau teil. Es ging u.a. um die zweite Auflage des Handbuches Deutsche Landeskirchengeschichte und die Vorbereitung eines Atlasses zur deutschen Territorialkirchengeschichte. Die AG ist ferner weiterhin am Projekt Offene Kirchen beteiligt.
Die 32. Jahrestagung mit 52 Teilnehmern fand am 18. Oktober 2003 unter dem Thema Antoniter in Mecklenburg und Pommern im Niederdeutschen Bibelzentrum St. Jürgen in Barth statt. Dr. Eberhard Uecker und Christine Hanebeck sprachen über die Historische Bedeutung der Antoniter für die Medizin und für die Veterinärmedizin. Haik Thomas Porada M.A. erläuterte den Gescheiterten Versuch des Jahres 1461 zur Transferierung einer Hauptreliquie der Antoniter Präzeptorei in den Kolber Dom St. Marien. Dr. Hans Schulz gab einen Überblick über die Geschichte der Tempziner Antoniter, Frau Zechner stellte erste Grabungsergebnisse am Warmhaus in Tempzin vor und Klaus Eder gab Hinweise zur heutigen Pilgerherberge in Tempzin.
Die 33. Jahrestagung und Exkursion mit 43 Teilnehmern führte vom 7. bis 12. Juni 2004 nach Südschweden und Gotland. Vielschichtige kirchen-, kunst- und kulturgeschichtliche Verbindungen zu Pommern wurden deutlich. Verwiesen sei auf den hierzu dem Konsistorium gesondert vorgelegten Bericht. Der langjährige deutsche Honorarkonsul in Visby, Dr. Ake Sjöberg, führte durch die Stadt. Erläuterungen zu den Kirchen auf Gotland gaben Prof. Dr. Dr. Bengt Stolt, (Uppsala) - vor allem zur mittelalterlichen Ausstattung der Kirchen - und Prof. Dr. Dr. Birgit Stolt (Stockholm) - vor allem zur Kirchen- und Reformationsgeschichte Skandinaviens. In Visby kam es zu einer Begegnung mit Vertretern des Domkirchenrats. In der Presse - auch in Schweden - erschienen mehrere Berichte über die Exkursion. Ein ausführliche Exkursionsbericht der AG, dem zahlreiche Abbildungen beigefügt sind, wird im 3. Heft der Zeitschrift Pommern veröffentlicht.
Unter dem Titel Spuren der Ewigkeit - Schätze der Pommerschen Evangelischen Kirche ist zum 31. Oktober 2003 ein von der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung geförderter Bild-Text-Band erschienen. Er wurde im Auftrag der Landeskirche von KOBR i.R. Gunther Kirmis herausgegeben. Sämtliche Aufnahmen fertigte der Schweriner Verleger und Photograph Thomas Helms - Vorstandsmitglied der AG - für diese Veröffentlichung an. Die kirchen- und frömmigkeitsgeschichtlichen Bezüge stellte der Vorsitzende der AG im begleitenden Text dar.
Die AG bereitet zur Zeit eine Veröffentlichung des Symposiums und der Ausstellung anläßlich der Wiedereinweihung des Doms St. Nikolai in Greifswald, Juni 1989 vor. Außer einer Dokumentation der Vorträge und weiterer einschlägiger Materialien wird ein kritischer Rückblick gegeben. Es wird ferner erstmals ein vollständiges Werkverzeichnis des Malers und Architekten Gottlieb Giese (1787-1838), auf den die in weiten Teilen wiederhergestellte Renovierung des Doms zurückgeht, vorgelegt. Diese Veröffentlichung soll parallel zu der im Auftrag der Landessynode von Prof. Dr. Martin Onnasch herausgegebenen Dokumentation zur kirchenpolitischen Entwicklung der Pommerschen Kirche seit 1776 , an der die AG ebenfalls mitgearbeitet hat, erscheinen.
Die zahlreichen Aufsätze und Artikel zu einzelnen Themen der pommerschen Kirchengeschichte, die von Mitgliedern der AG in den unterschiedlichsten Zeitschriften und Jahrbüchern veröffentlicht wurden, sind in der aktualisierten Bibliographie abrufbar.
Der 32. Jahrestagung in Barth schloß sich eine Mitgliederversammlung an. Nach der Entlastung des Vorstandes erfolgte turnusgemäß die Neuwahl des Vorstandes. Zum neuen Vorstand gehören: KR i.R. Dr. Norbert Buske als Vorsitzender, Haik Thomas Porada M.A. als erster Stellvertreter, Prof. Dr. Jürgen Petersohn als zweiter Stellvertreter, SR Otto Peters, Thomas Helms, Prof. Dr. Werner Buchholz, Dr. Wolfgang Fiedler, Dipl.-Geograph Guido Pahl und Dr. Boris Dunsch als Beisitzer sowie Dipl.-Archivarin Ulrike Reinfeld als Schatzmeisterin. Sup.i.R. Reinhold Garbe und Prof. Dr. Jürgen Regge wurden als Kassenprüfer bestätigt. Der neue Vorstand bestätigte als Kuratoren: Haik Thomas Porada M.A. (für kirchliches Archivwesen), Dr. Irmfried Garbe (für kirchliche Zeitgeschichte), PD Dr. Volker Gummelt (für Kirchengeschichte der Neuzeit) und berief als weitere Kuratoren: Dr. Boris Dunsch (für Mittel- und Neulatein) und Dr. Michael Lissok (für Kirchenbau des 19. Jahrhunderts).
Zur Mitgliederentwicklung: Bei der Eintragung der Arbeitsgemeinschaft ins Greifswalder Vereinsregister im Juni 1996 zählte die Arbeitsgemeinschaft 77, im August 2004 152 Mitglieder.
Greifswald, 21. August 2004
Dr. Norbert Buske
Vorsitzender
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